Fünf neue Mitglieder in der Hall of Fame der Trainer:innen

Mit einer feierlichen Veranstaltung im Deutschen Sport & Olympia Museum hat die Trainerakademie Köln des DOSB am Donnerstag, 29. Oktober 2026, fünf neue Mitglieder in die Hall of Fame der Trainerinnen und Trainer aufgenommen. Im zweiten Teil des Abends wurde der Diplom-Trainer-Studiengang DTS 31 feierlich verabschiedet.

Rund 120 Gäste würdigten die Persönlichkeiten, die für ihre herausragenden Verdienste im deutschen Spitzensport und ihr Engagement für den Trainerberuf ausgezeichnet wurden. Unter den Gästen waren mit Heiner Brand und Bernhard Peters auch zwei Mitglieder, die bereits bei der Premiere im vergangenen Jahr in die Hall of Fame aufgenommen worden waren.

Durch den Abend führte der Journalist und Autor Stephan Klemm. Zur Begrüßung sprachen Dr. Andreas Höfer, Leiter des Deutschen Sport & Olympia Museums, Lothar Linz, Direktor der Trainerakademie Köln des DOSB, und Dr. Babette Kibele, Abteilungsleiterin Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt. In einem anschließenden Gespräch rückten Otto Fricke, Vorstandsvorsitzender des DOSB, und Michael Mronz, DOSB-Präsidiumsmitglied, die Bedeutung von Trainer:innen in Deutschland in den Mittelpunkt.

Fünf Persönlichkeiten geehrt: Würdigung eines Berufsstandes

Zu den neuen Mitgliedern gehören der frühere Bundestrainer der Nordischen Kombination Hermann Weinbuch, Bob-Bundestrainer René Spies, die Teamchefin der deutschen Rhythmischen Sportgymnastinnen Isabell Sawade, Volleyball- und Beachvolleyballtrainer Jürgen Wagner sowie der langjährige Präsident des Deutschen Judo-Bundes Peter Frese. Alle fünf haben das Diplom-Trainer-Studium an der Trainerakademie Köln absolviert und sind ihr auf unterschiedliche Weise verbunden geblieben.

Mit Hermann Weinbuch und René Spies wurden zwei Trainer ausgezeichnet, die den deutschen Wintersport über viele Jahre entscheidend geprägt haben. Unter Weinbuchs Leitung gewannen die deutschen Nordischen Kombinierer zwischen 1996 und 2023 insgesamt 57 Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften. Spies steht seit 2016 als Bundestrainer für die Erfolge des deutschen Bobsports. Isabell Sawade begleitet seit 2017 als Teamchefin die Entwicklung der deutschen Rhythmischen Sportgymnastik, zu deren Höhepunkten der Olympiasieg von Darja Varfolomeev 2024 in Paris zählt. Jürgen Wagner führte sowohl Julius Brink und Jonas Reckermann als auch Laura Ludwig und Kira Walkenhorst zu Olympiagold im Beachvolleyball.

Peter Frese wurde für sein langjähriges Engagement für die Belange der Trainer:innen gewürdigt. Als Trainer in der Nachwuchsarbeit, Präsident des Deutschen Judo-Bundes von 2000 bis 2019 und Vorstandsmitglied der Trainerakademie von 2012 bis 2024 setzte er sich für die Menschen ein, die sportliche Entwicklung möglich machen.

Die Auswahl traf die fünfköpfige Jury aus Lothar Linz, Frank Wieneke, Holger Hasse, Ulla Koch und dem Sportjournalisten Frank Nägele. Mit den fünf Neuaufnahmen zählt die im vergangenen Jahr eröffnete Hall of Fame nun 15 Mitglieder.

Mit der Initiative setzt die Trainerakademie die Würdigung eines Berufsstandes fort, der häufig im Hintergrund wirkt und doch entscheidend zum sportlichen Erfolg beiträgt. Trainer:innen begleiten Menschen über viele Jahre, vermitteln Vertrauen und geben Orientierung. Die Auszeichnung macht diese Leistung sichtbar und steht zugleich für die Wertschätzung der vielen Trainer:innen, die sich Tag für Tag für ihren Sport und ihre Athlet:innen einsetzen.

Möglich wurde die Veranstaltung durch die Unterstützung der Kreissparkasse Köln und der Sparkasse Köln/Bonn, denen ein besonderer Dank gilt.

Verabschiedung des Studiengangs DTS 31

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde der 31. Diplom-Trainer-Studiengang (DTS 31) feierlich verabschiedet. Nach dreijährigem Studium erhielten 26 Trainer:innen aus 19 Verbänden ihre Abschlusszeugnisse. Gemeinsam mit Studiengangsleiter Dennis Drieschner feierten sie den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung an der Trainerakademie Köln.

Grußworte sprachen Dr. Anne Deter, Leiterin der Abteilung I in der Staatskanzlei NRW, sowie DOSB-Vorstandsvorsitzender Otto Fricke. Als Jahrgangsbester wurde Constantin Depmeyer aus dem Schwimmsport ausgezeichnet. Für seinen hervorragenden Abschluss mit der Gesamtnote 1,1 erhielt er den Ehrenpreis des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Rede der Kurssprecherin Neele Reinländer (Leichtathletik) und die Ehrung der Diplom-Trainer:innen, die durch ein weiterführendes Studium an der Deutschen Berufsakademie Sport und Gesundheit (DBA) ihren Bachelorabschluss erhielten,  ergänzten den feierlichen Abschluss. Für einen unterhaltsamen Übergang zwischen den beiden Teilen des Abends sorgte ein kabarettistisches Zwischenspiel von Rainer Schmidt.